Grillparzer Musik- und Kunstschulcampus entsteht

Der neue Schulcampus umfasst die Grillparzer Volksschule mit 14 Klassen, einen zweigruppigen Landeskindergarten und die Musik- und Kunstschule mit mehr als 2.000 SchülerInnen. Die Musik- und Kunstschule wird künftig an 16 Standorten in St. Pölten geführt, die drei größten Gebäude werden sich am „Grillparzer Musik- und Kunstschulcampus“ befinden und beinhalten mehr als 50 Unterrichtsräume. In der neuen Filiale werden vor allem größere Räume, die im bisherigen Raumkonzept gefehlt haben, entstehen und somit die aktuell prekäre Raumsituation aufgrund der stetig wachsenden Schülerzahl lösen.

Mehr Sicherheit durch Verkehrsberuhigung

Der zentrale Bereich zwischen der Grillparzer-Volksschule und dem Neubau wird verkehrsberuhigt und ermöglicht mit der neuen baulichen Verbindung zur Musik- und Kunstschulfiliale im Franz Pichler Volkshaus (ehemaliges „Forumkino“) den SchülerInnen ein sicheres Wechseln zwischen den Gebäuden. Die unmittelbare Anbindung an den Südpark mit dem Hauptstandort der Musik- und Kunstschule, der ehemaligen Voith-Villa, umfasst gemäß dem grünraumtypologischen Konzept der innerstädtischen Achse auch eine großzügige Parkanlage, die übrigens zu den letzten öffentlich zugängigen Jugendstil-Parkanlagen Europas gehört.

St. Pölten 2024 als Motor

Die Bewerbung der Stadt gemeinsam mit dem Land um den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2024 hat das Fundament und den Rahmen für die Weiterentwicklung St. Pöltens als zukunftsweisende, lebenswerte Mittelstadt gelegt. Bildung, Kunst und Kultur kommen innerhalb dieses Prozesses eine Schlüsselrolle zu. Sie zeigen die Vielschichtigkeit einer Gesellschaft auf und stärken das Zusammenleben unterschiedlicher Interessengruppen. „Im Hinblick auf den Kulturschwerpunkt 2024 und das entstehende KinderKunstLabors werden mit der Musik- und Kunstschule neue Möglichkeiten und Wirklichkeiten geschaffen, die in Europa ein Alleinstellungsmerkmal darstellen. Neue Modelle der elementaren Kunsterziehung vor allem im Bereich der zeitgenössischen Kunst werden zukünftig in St. Pölten Einzug finden“, so Bürgermeister Matthias Stadler. Die Netto-Errichtungskosten betragen 6 Millionen Euro.

Neue Möglichkeiten, neue Wirklichkeiten

Die Musikschule St. Pölten zählt zu den ältesten Österreichs. Die 1837 gegründete Gesang- und Musikschule des Musikvereins St. Pölten wurde 1961 von der Stadt übernommen. Von bescheidenen Anfängen mit 88 SchülerInnen und 6 LehrerInnen entwickelte sie sich zur größten Musik- und Kunstschule in Niederösterreich mit über 2.000 SchülerInnen und mehr als 90 Musik- und KunstpädagogInnen.

Bereits mit der Initiierung von vier Pilotstandorten der Musik- und Kunstschule im Jahr 2015 eröffnete das Land Niederösterreich neue Wege: Im Mittelpunkt der Ausbildung stehen Musik und die mit ihr in Verbindung stehenden Künste. Am Standort werden neben der musikalischen Ausbildung Akademien in den Bereichen Malen, Schauspiel, Musical, Fotografie, Film, Schreiben und Produktdesign (Kooperation mit der NDU St. Pölten) geführt.

Die Grillparzer Volkschule und die Musik- und Kunstschule St. Pölten kooperieren vor allem im Rahmen des Modells der Kreativklasse, das in einem vierjährigen Konzept die Bereiche Schauspiel, Fotografie, Schreiben und Musik in den Regelschulalltag einfließen lässt.

„Wir freuen uns die kreative Entwicklung junger Menschen unterstützen zu dürfen. Die interdisziplinäre Ausbildung an unseren Schulen und Kindergärten sowie dem Kinderkunstlabor wird in den kommenden Jahren einen besonderen Stellenwert einnehmen. Mit der Verbindung der Institutionen Kindergarten, Volksschule, Kinderkunstlabor und Musik- und Kunstschule werden in St. Pölten neue Möglichkeiten und Wirklichkeiten geschaffen“, freut sich Alfred Kellner, Leiter des Geschäftsbereiches Kultur und Bildung.

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